Funktionsweise eines offenen Investmentfonds

Welche Idee hinter offenen Investmentfonds steht

Ein Investmentfonds bündelt das Kapital vieler Anleger zu einem großen Vermögen.

 

Kapitalbündelung vieler Anleger

Das Fondsvermögen wird vom Fondsmanager professionell angelegt und verwaltet. Dabei hat der Fondsmanager die Anlagerichtlinien des jeweiligen Investmentfonds zu beachten.

 

Das Sicherheitskonzept von Investmentfonds

Gründet eine Kapitalanlagegesellschaft einen neuen Investmentfonds, sind zunächst die Anlagerichtlinien festzulegen. Im Verkaufsprospekt des Fonds wird beschrieben, in welche Art von Wertpapieren (z.B. Aktien oder festverzinsliche Wertpapiere) und in welcher Region (z.B. weltweit oder Europa) der Fondsmanager das Kapital der Anleger investieren darf.

 

Das Fondsvermögen, also das Geld der Anleger, wird jedoch nicht bei der Kapitalanlagegesellschaft verwahrt. Es wird als Sondervermögen von der Depotbank treuhänderisch gelagert. Diese Systematik bietet dem Anleger 100%igen Schutz seines Kapitals. Auch bei einer eventuelle Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft oder der Depotbank sind die Gelder der Anleger sicher.

 

Damit unterscheiden sich Investmentfonds ganz erheblich von Zertifikaten, die bei einer Pleite des Emittenten wertlos verfallen (vgl. Lehman Brothers 2008).

 

Vereinfachte Darstellung der Funktionsweise eines Investmentfonds Vereinfachte Darstellung der Funktionsweise eines Investmentfonds

 

Kapitalanlagegesellschaft (KAG):

 

Die Kapitalanlagegesellschaft wird oft auch als Investment- oder Fondsgesellschaft bezeichnet. Sie legt Fonds auf, legt die Anlagerichtlinien fest und lässt die Fonds durch ihre Manager verwalten.

 

Deutsche KAGs sind meist Tochterunternehmen von Banken oder Versicherungen. Bekannte Vertreter sind die DWS (Deutsche Bank) oder die Deka (Sparkassen).

 

Internationale Fondsgesellschaften sind teilweise eigenständige und unabhängige Unternehmen, die ausschließlich Kapital verwalten. Zu den in Deutschland aktiven internationalen Gesellschaften zählen beispielsweise Blackrock, Fidelity, Franklin Templeton oder JPMorgan.

 

Depotbank:

 

Die Depotbank verwahrt das Fondsvermögen treuhänderisch als Sondervermögen. Sie führt Aufträge des Fondsmanagers zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren aus, nachdem sie geprüft hat ob diese mit den Anlagerichtlinien des Fonds vereinbar sind. Eine weitere Aufgabe der Depotbank ist die tägliche Berechnung des Preises eines Fondsanteils.

 

Fondsvermögen:

 

Das Fondsvermögen repräsentiert den gesamten aktuellen Wert des Kapitals der Anleger. Es besteht aus Barmitteln, Wertpapieren und bei Immobilienfonds aus Immobilien.

 

Der Anteilspreis eines Fondsanteils lässt sich aus dem Wert des Fondsvermögens geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile berechnen.